Erfolgreiches 1. Jahr am Berg

 

Nachdem man sich Mitte letzten Jahres dafür entschieden hatte der Rundstrecke den Rücken zukehren und in den Bergrennsport zu wechseln, nahmen Tim und Andreas Linden Anfang September das Bergrennen in Klotten in Angriff. Beim NAVC darf man jeweils pro Renntag mit 2 Fahrern auf einem Auto starten. Und so traten beide mit einem doch reinen Rundstreckenauto an. Es fehlten die richtigen Reifen und die passende Übersetzung! Man wollte jedoch starten um einfach zu sehen wie es am Berg zugeht. Der Motor lief jedoch von Anfang an nicht so wie er sollte, und so konnte man sich kein richtiges Bild machen. 2 Wochen später war dann das nächste Rennen in Bollenbach. Hierfür baute Rolf Schmitz den Motor so um, das mal richtig Dampf in der Hütte war. Jetzt hatte man sich zwar die richtigen Reifen für vorne besorgt, doch hinten war die Mischung immer noch zu hart. Tim konnte jedoch mit einem guten 5. Platz und Andreas mit dem 6. Platz jeweils einen Achtungserfolg erzielen.

Im Winter machte man sich dran endlich richtige weiche Slicks zu besorgen, weil das die Grundvoraussetzung war um schneller zu werden.


Den Saisonauftakt machten allerdings Rolf Schmitz und Andreas Linden bei den Ransel Classics. Die Rennstrecke geht von Lorsch durch 52 Kurven und 4,5 Km den Berg hoch. Diese Veranstaltung geht über 3 Tage und wird als Gleichmäßigkeitsprüfung ausgetragen. Das heißt, man fährt eine sogenannte Setzzeit und muss diese dann in 3 darauffolgenden Läufen bestätigen. Wer am  Ende am nähesten an seine Zeit rankommt hat gewonnen. So konnte Andreas am Samstagmorgen eine Setzzeit von 3.06.97 min. fahren, und Samstagnachmittag den Bestätigungslauf in 3.06.98 min. womit er dann am Samstagabend total überraschend das Klassement von 189 Autos anführte. Rolf Schmitz hatte einen bösen Dreher am Samstagmorgen,  der jede Chance auf eine gute Platzierung zu Nichte machte.  Sonntagmorgen wurden beide von heftigen Gewittern geweckt. Die schweren Schauer führten schließlich dazu das beide sich dafür entschieden aus Sicherheitsgründen nicht mehr an den Start zugehen. Aber man wusste das Auto funktioniert gut, und so fuhren beide zufrieden Richtung Heimat.


Für das 1. Meisterschaftsrennen der Saison am 16.-17.6. in Tiefenbach wurde dann noch eine reine Bergübersetzung im VW Polo verbaut. Pro Wochenende finden jeweils 2 Veranstaltungstage statt, jeweils einer Samstag und einer am Sonntag. Am Samstagvormittag musste man sich erst einmal mit der Strecke zurechtfinden. Jedoch stellten beide schnell fest das der 3. Gang nicht funktionierte. Doch Tim wurde immerhin noch  4. und Andreas 5. in der Klasse 9.
Sonntags kannten beide die Strecke und durch Studieren der Inboardaufnahmen, konnten beide schon im Training schnellere Zeiten fahren als Tags zuvor in den Wertungsläufen.  Trotz des fehlenden 3. Gangs fuhr Tim eine sensationelle Zeit und war vorübergehend auf Rang 2, bis sich herausstellte das er in der Bremsschikane eine Pylone umgeworfen hatte und dafür 5 Strafsekunden bekam. Dadurch wurde Andreas an diesem Tag 3. und Tim als 4. gewertet. Aber der 1. Pokal war geholt.

Am 07.07.-08.07. absolvierte Tim einen Gaststart beim legendären ADAC Bergrennen im Saarländischen Homburg. Samstags fanden 3 Trainingsläufe statt, Sonntags 3 Wertungsläufe. Nach dem Aufbau wurde Freitagabend dann noch 3 mal mit dem Transit die Strecke abgefahren damit er überhaupt wusste wo es grob langging. Samstagmorgen wurde Tim dann gesagt das seine Klasse die Gruppe H sowie die E1 zusammen gelegt wurde. In der Klasse E1 fahren Autos mit bis zu ca. 250PS. In  den Trainingsläufen konnte sich Tim dann von Lauf zu Lauf ständig steigern, und die Zeiten wahren recht gut. Das Auto lief ohne Probleme und so war man am Ende des Tages sehr zufrieden.  Zum Sonntag bekam er dann noch einige gute Tipps von den Mitkonkurrenten, die sich dann auch auszahlen sollten. Sonntagnachmittag hatte Tim schließlich seine Klasse gewonnen und war sogar schneller als ein Auto der E1 Klasse. Was ihm dann auch das Lob seiner Konkurrenten einbrachte.
So fuhr man schließlich am Sonntagnachmittag mit sehr positiven Erfahrungen und einem Erfolg, der so nicht zu erwarten konnte nach Hause.

 

Zum nächsten Meisterschaftslauf am 11.-12.08. in Grenderich traten beide dann auch mit viel Selbstvertrauen an. Das Starterfeld war gespickt mit vielen 16V Autos, welche gut und gerne bis zu 50 PS mehr haben als der Polo der beiden. Samstags lief Tim als bester 8V auf Rang 4 ein, Andreas holte Rang 5 in  der Kasse bis 1300ccm. Sonntags kam dann ein Problem zum nächsten. Erst löste sich die Schraube vom Schaltgestänge dann überdrehte Tim deswegen den Motor und beide beendeten danach aus reiner Vorsicht den Tag. So wurde Tim immerhin noch 4. in der Klasse, Andreas konnte aber keinen Wertungslauf fahren und musste mit 0 Punkten am Sonntag abreisen.

Der 3. Lauf, der sogenannte Heimlauf, fand schließlich am 01.-02.09. in Klotten statt. Der durch das Überdrehen entstandene Motorschaden war Dank Rolf Schmitz schnell wieder behoben. Noch am Abend vor dem Rennen wurde der frisch revidierte Motor in Mendig auf dem Flugplatz eingefahren. Samstagvormittag standen beide dann pünktlich am Start. Und es lief richtig gut. Tim konnte den 2.Rang heraus fahren,  Andreas wurde als 3. gewertet. Und somit standen das Vater-Sohn Gespann erstmals beide auf dem Podest, was Abends dann auch reichlich gefeiert wurde. Sonntagsmorgen waren beide dann im Training jeweils schneller als Samstags, jedoch war mal wieder ein weiterer 16V mehr am Start. Tim konnte diesem jedoch bis auf 0,8 sec. auf die Pelle rücken, was sehr beachtlich war. Jedoch wurde er am Ende 3. , Andreas fuhr auf den undankbaren 4.Rang. Beide waren aber mehr als zufrieden mit diesem Wochenende.

Das letzte Saisonrennen fand schließlich am 15.-16.09. in Bollenbach statt. Andreas befand sich im Urlaub, somit war Tim diesmal als Einzelstarter unterwegs.
Am Samstagmorgen musste Tim jedoch schnell feststellen das dass Getriebe nicht funktionierte und sich die Gänge nicht korrekt schalten ließen. An diesem Tag war dann auch einfach nicht mehr als der 5. Rang drin.
Sonntag trat Tim dann nicht auch mehr zum 2. Renntag
 
an, weil er das Problem mit dem Getriebe nicht beheben konnte und nicht nur mit 2 Gängen den Berg hinauffahren wollte.
Der 3. Platz in der Gesamtwertung war ihm jedoch nicht mehr zunehmen. Andreas wurde sogar am Ende noch 4. in der der Endabrechnung.

Nun fahren beide am 09.12. zur Meisterfeier nach Suhl.

Für das nächste Jahr versucht man nun das Auto noch leichter zu machen und Rolf Schmitz sucht noch das ein oder andere PS , um den vermeintlich schnelleren 16V Autos noch näher auf den Leib zu rücken.

Die Ziele fürs kommende Jahr sind schon klar. Andreas und Tim starten wieder als Doppelstarter auf dem VW Polo wie auch dieses Jahr bei den Rennen zur Deutschen Amateur Bergmeisterschaft und Tim selbst möchte gerne noch bei verschiedenen Läufen zum KW Bergcup teilnehmen. Dank den Eindrücken bzw. Erfahrungen die man diese Saison sammeln konnte, speziell die der Streckenkenntnisse, hoffen beide im kommenden Jahr noch schneller unterwegs zu sein zu können.

Bericht und Fotos: Andreas und Tim Linden.